Dieser Entwurf hatte zum Ziel neue Ansätze in der Hochhaustypologie zu entwickeln. Die bisherigen Konstruktionsstandards sollten überdacht werden, um völlig neue Hochhausformen zu kreieren.
Bei meinem gewählten Ansatz spielte das Bild vom Hochhaus als Parasit eine wichtige Rolle. Abhängig von der gesamten Infrastruktur gibt es bislang keine wirklich autarken Hochhäuser. Ebenso gibt es Bereiche in Metropolen, die durch ihre extreme Dichte an Hochhäusern zu besonderen klimatischen Bedingungen führen und ein Mangel an direktem Sonnenlicht haben. Konstruktionsbedingt weisen Hochhäuser noch eine Reihe anderer negativer Merkmale auf. Beispielsweise wird mit zunehmender Größe die vertikale Erschließung immer problematischer und die Statik muss immer größeren Anforderungen gerecht werden.
Mit diesen unterschiedlichen Ansätzen und der Idee kein neues alleinstehendes Hochhaus zu entwerfen, entwickelte sich die Lösung den freien Raum zwischen den Hochhäusern als Entwurfsgebiet herzunehmen, um die Hochhausbereiche in den Innenstädten noch weiter gezielt zu verdichten und einen Ausgleich zu schaffen.
Mit einer Sonnenverlaufsanalyse wurde der am meisten verschattete Bereich in Manhattan herausgefiltert und als endgültiger Entwurfsraum definiert. Über eine weitere Computersimulation wurden in den bestehenden Gebäuden die täglichen vertikalen Laufwege der Angestellten analysiert und über direkte Zugangswege optimiert. Über eine detaillierte Sonnenverlaufsanalyse wurden die benachbarten Gebäude in ihren Funktionen umstrukturiert und dem Sonnenlichtbedarf angepasst.
Als Ergebnis wurde ein “Backbone” entworfen, der alle genannten Konstruktionsmängel weitesgehend beseitigt und die benachbarten Hochhäuser zu einem redundanten Cluster zusammenfasst.


Zur Veranschaulichung der komplexen Struktur des Backbone erfolgte die Aufbereitung der 3D-Daten für eine Modellerstellung im selektiven Laser-Sintering-Verfahren.